ABASC-Stücklistenbrowser: Einstieg über Kundenauftrag, Projekt und Variantenkonfiguration
Bei Anfragen zum Stücklistenbrowser wurde ich mehrfach auf die Anwendung bei Variantenkonfiguration angesprochen. Auch ein direkter Einstieg über Kundenaufträge war wiederholt ein Thema.
Bei Variantenkonfiguration konnte man bisher konfigurierbare Materialien selektieren und die Stücklisten mehrstufig auslösen, also Maximalstücklisten ohne Berücksichtigung einer konkreten Konfiguration auswerten. Die Einstiegsmaterialien wurden ausschließlich über Materialeigenschaften ausgewählt, nicht über Verwendung in einem Kundenauftrag oder Projekt.
Die bisherige Funktionalität der Auflösung mit Stammdatenprüfung für alle vorkommenden Materialien ist auch für konfigurierbare Materialien sehr hilfreich, um die ganze Struktur auf Vollständigkeit zu prüfen.
Für den ABASC-Stücklistenbrowser mit Stammdatenprüfung habe ich jetzt drei weitere Einstiegsmöglichkeiten entwickelt:
(1) Aufruf zu Kundenauftragsposition

Die Stückliste zum Material der Kundenauftragsposition wird mehrstufig aufgelöst und mit denselben Informationen wie bei den anderen Einstiegsmöglichkeiten angezeigt. Man kann sich damit schnell einen Überblick über die ganze Fertigungsstruktur in Lieferwerk und verbundenen Werken bis zu den Lieferanten verschaffen. Beim Produktanlauf kann man damit auch die Vollständigkeit der relevanten Stammdaten kontrollieren. Bei einem Kundenauftrag mit Variantenkonfiguration wird die Stückliste mit der Konfiguration aus dem Kundenauftrag aufgelöst.
(2) Aufruf zu Projekt bzw. PSP-Element bzw. PSP-Element-Hierarchie

Dabei werden die Materialien aus den zugehörigen Netzplankomponenten ermittelt und deren Stücklisten aufgelöst. Optional können auch die untergeordneten PSP-Elemente berücksichtigt werden. Projektfertiger erhalten so einen Gesamtüberblick über die Fertigungs- und Beschaffungsstrukturen eines Projekts oder Teilprojekts.
(3) Aufruf zu konfigurierbarem Material („KMAT“) mit Konfigurationsdialog

Dabei kann man einen bestehenden Kundenauftrag oder eine Materialvariante zum gleichen KMAT als Vorlage für die Konfiguration nutzen. Innerhalb der Auswertung kann man den Konfigurationsdialog erneut aufrufen, die Konfiguration ändern und die Stückliste neu auflösen. Sehr praktisch, um verschiedene Konfigurationen zu simulieren und die Auswirkungen über alle Stücklistenstufen und gegebenenfalls über Werksgrenzen hinweg bis zu den Lieferanten zu analysieren. Der umfangreiche Kontext mit Stammdatenzählern, Stammdatenprüfung, Bestand, Verbrauch, Bedarfen und Materialeigenschaften schafft Transparenz, um die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Fazit: Mit diesen Erweiterungen lassen sich Stücklistenstrukturen nicht nur über Materialeigenschaften, sondern auch direkt aus konkreten Kundenaufträgen, Projekten und Konfigurationen heraus analysieren.
Ich freue mich über Rückmeldungen zu den neuen Funktionen und über weitere Anregungen aus der SAP-Praxis.
Mehr Informationen: Produktseite und direkt zur Präsentation.




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